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Das European Narrative
& Europas Wurzeln in Kulturreisen entdecken

(1) Zum Beginn des Corona Blogs

 

24. März 2020

In Zeiten wie diesen,

                                     da wir sorgenvoll gestimmt sind und eine völlig neue und eher unangenehme Erfahrung machen, nämlich den „Hausarrest“, kam es mir in den Sinn, es könnte Euch Freude bereiten, wenn ich Euch als Zeichen der Verbundenheit ab und zu ein Bild aus meinem Fotoarchiv zur Welt der alten Kunst, das mir besonders am Herzen liegt, sende, und dazu ein paar Worte. 
 
Die erste „digitale Gabe“ findet Ihr gleich nachstehend: ein Terrakotta-Antefix – Teil einer Dachdekoration – aus Tarent in Apulien, Höhe ca 35 cm, geschaffen zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr.
Taranto heute, diese großgriechische Stadt, die wir bei unserer nächsten Apulien Tour besuchen werden, war damals – lange bevor Rom groß wurde – berühmt für ihre Kunst- und Luxusgüter. Kunsthistoriker haben sie gar als das „Paris der Antike“ bezeichnet….
 
Das Mädchen auf unserem Relief verhüllt sich fast in ihrem Schleier: weil der kalte Wind bläst, wie derzeit in Wien, oder weil sie zu einer religiösen Handlungen schreitet, die eine solche Verhüllung vorsieht: wir wissen es nicht, dürfen uns aber an dem ungewöhnlichen Stück des frühen Hellenismus und an dem entzückenden Antlitz noch 2300 Jahre später erfreuen. 
 
Dieses Mädchen werden wir übrigens nicht in Tarent im Oktober sehen, es „wohnt“ nämlich im großartigen Antikenmuseum in Basel … 

 

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*J. S. Bach, das Wohltemperierte Klavier, Teil I, Präludium in C-Dur, gespielt von Huguette Dreyfus auf einem historischen Cembalo (Foto). Wir sind der Künstlerin, einer engen Freundin, verstorben 2017, dankbar für die liebenswürdige Erlaubnis, ihre Aufnahme zu verwenden.